Tod und Trauer

Tod und Sterben sind ein unvermeidlicher Teil unseres Lebens: Einen Menschen zu verlieren, der uns nahegestanden hat, konfrontiert uns mit Trauer und auch mit Fragen und Zweifeln. Gleichzeitig hören wir in der Bibel, dass Gottes Macht stärker als der Tod ist: Jesus Christus, der Sohn Gottes, ist am dritten Tag nach seinem Tod wieder auferstanden zu einem neuen, ewigen Leben. Dieses ewige Leben bietet er aus Liebe auch jedem von uns an: Wer in diesem Leben Jesus vertraut und danach lebt, was er uns sagt, findet eine persönliche Beziehung zu Gott und ein ewiges Zuhause in seinem himmlischen Königreich.

Wer zu Jesus gehört, bekommt Vergebung seiner Sünden: Alles, was zwischen Gott und uns steht, räumt er aus. Auf diesem Weg kommen wir sicher durch das Gericht, das Gott über jeden Menschen halten wird. Gleichzeitig warnt er uns davor, dass wir nach dem Tod für immer verloren gehen, wenn wir sein Liebesangebot durch Jesus nicht beachten oder ausschlagen. Taufe und Kirchenmitgliedschaft sind kein Ersatz für diese persönliche Glaubensentscheidung.

Wenn ein Mensch gestorben ist, der uns nahegestanden hat, findet in der Regel eine Trauerfeier statt. Eine kirchliche Trauerfeier bietet uns nicht nur die Möglichkeit, gemeinsam auf das Leben des Verstorbenen zurückzuschauen, sondern auch Gottes Einladung zum ewigen Leben durch Jesus neu zu hören und ihn um Trost und Kraft zu bitten. Lieder und Gebete können uns Worte geben, wo wir selbst keine finden.

Hier finden Sie einige praktische Hinweise zu Trauerfeiern:

  • Wenn in Ihrer Familie jemand gestorben ist, kontaktieren Sie bitte zuerst einen Bestatter Ihrer Wahl: Dieser bietet Ihnen bei allen Entscheidungen, die nun zu treffen sind, professionelle Hilfe an.
  • Der Bestatter informiert auch, wenn der Verstorbene zu unserer Kirchengemeinde gehört hat, Pastor Christophe Costi, der mit Ihnen zeitnah einen Termin für ein Trauergespräch vereinbart: Es dient dazu, Sie ein Stück bei Ihrem Abschied zu begleiten und gemeinsam die Trauerfeier zu besprechen.
  • Den Termin für die Beerdigung legt Ihr Bestatter nach Rücksprache mit Ihnen und dem Pastor fest. An gesetzlichen und kirchlichen Feiertagen finden möglichst keine Trauerfeiern statt.
  • Für Verstorbene aus unserer Kirchengemeinde gibt es ein Totengeläut: Am nächstmöglichen Mittag läuten unsere Kirchenglocken um 12.00 Uhr, 12.25 Uhr und 12.50 Uhr für jeweils zehn Minuten.
  • Bei der Einsargung des Verstorbenen in unserer Friedenskapelle kann eine kurze Andacht mit dem Pastor stattfinden (optional).
  • Eine kirchliche Bestattung ist bei verstorbenen Kirchenmitgliedern nicht zwingend. Wenn Sie andere Wünsche haben, besprechen Sie diese bitte mit Ihrem Bestatter.
  • Natürlich können auch Mitglieder anderer Kirchen und Nichtkirchenmitglieder auf dem Steenfelder Friedhof bestattet werden. Aber ein Verstorbener, der kein Mitglied der Evangelischen Kirche (mehr) war, kann nur in Ausnahmefällen eine evangelische Trauerfeier bekommen. Das liegt nicht daran, dass er in der Kirchengemeinde etwa nicht (mehr) willkommen wäre, sondern geschieht aus Respekt vor seiner Entscheidung, nicht zur Evangelischen Kirche gehören zu wollen. Wenn hier ein bestimmter Einzelfall geklärt werden muss, sprechen Sie bitte möglichst lange vor dem Ableben Ihres Verwandten Ihren Bestatter an: So verhindern Sie zusätzlichen Organisationsaufwand in Ihrer Trauerzeit.
  • Eine evangelische Trauerfeier findet unabhängig von den Todesumständen statt.
  • In Steenfelde beginnt eine Trauerfeier meistens in der Friedenskapelle, von wo aus die Trauergemeinde den Verstorbenen zu seinem Grab begleitet. Nach der Beisetzung wird die Trauerfeier in der Kirche fortgesetzt. Alternativ kann auch die ganze Trauerfeier in der Friedenskapelle gehalten werden, sodass die Beisetzung im Grab den Abschluss bildet.
  • Eine weitere Besonderheit auf dem Steenfelder Friedhof: Bevor ein Verstorbener in sein Grab gelegt wird, zieht die Trauergemeinde hinter ihm her einmal ganz um den Friedhof herum. Dieser Gang über den kreisförmigen Hauptweg macht uns deutlich, dass eines Tages auch unser eigener Tod bevorsteht wir vor Gott Rechenschaft über unser Leben ablegen müssen.
  • Im Anschluss an die Trauerfeier können Sie als Angehörige, falls gewünscht, zu einer Teetafel einladen, z.B. im Gemeindehaus der Kirchengemeinde, wo Tee, Kaffee, Kuchen und Brote serviert werden. Die Teetafel organisiert Ihr Bestatter für Sie.
Umgang mit Trauer: Was die Bibel zum Tod eines geliebten Menschen sagt und wie wir Trost erfahren können (Evangeliumsrundfunk ERF)

Friedhofsverwaltung

Thomas Vehndel
Tel.: 04961 992262